Sensationelles Badenligaspiel im Sparkassen Sportpark. A-Jugend ringt hochfavorisierten Spitzenreiter aus Pforzheim nieder.

TV Sulzfeld – TSG Pforzheim                                 29:28 (13:14)

Eines der besten und spannendsten Spiele der letzten Jahre sahen die zahlreichen Zuschauer am vergangenen Sonntag in Sulzfeld, als unsere männliche A-Jugend mit der TGS Pforzheim den unangefochtenen Spitzenreiter der Badenliga zu Gast hatte.

Nach dem Hinspiel, das wir stark ersatzgeschwächt und nach 3 roten Karten auch noch in Unterzahl erst am Ende verloren geben mussten, hatten wir uns dieses Mal wieder auf eine schwere Partie eingestellt. Wie in den letzten Berichten erwähnt, ist unser Kader zwar immer noch recht dünn, aber der Kern der Mannschaft ist seit der Rückrunde wieder fit und wir schafften es daher vom letzten Platz der Tabelle durch die guten Ergebnisse in 2020 (7:1 Punkte aus den letzten 4 Spielen) uns im Mittelfeld zu etablieren.

Das Spiel begann wie erwartet mit einer körperlich starken und gut aufspielenden Gästemannschaft und einer motiviert agierenden Abwehr auf unserer Seite. So entwickelte sich die Partie recht offen und keines der beiden Teams konnte sich zunächst absetzen. Über 2:2 (4. Minute) 4:4 (8. Minute) und 8:8 in der 18. Minute blieb die Partie spannend und das sollte sie bis zum Schluss blieben. Erst beim 10:8 konnten wir erstmals mit mehr als einem Tor in Führung gehen und man merkte dem Klassenprimus an, dass er an diesem Tag nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet hatte. Während das Gästeteam den dynamischeren und kraftvolleren Eindruck machte, glänzten wir durch spielerische Finesse und Mannschaftsgeist. Besonders die Achse Luis Faulhaber mit Balazs Stadtmüller am Kreis funktionierte wieder hervorragend und brachte Entlastung im Angriff. Kurz vor dem Pausenpfiff mussten wir noch den Treffer zum 13:14 Halbzeitstand in Kauf nehmen. Da uns das Spiel aber körperlich alles abverlangte und unser Abwehrchef Felix Diefanbacher schon mit 2 Zeitstrafen belastet war, waren die Trainer gefordert das Team etwas umzustellen.

Nach der Pause rückte Niklas Blaschke ins Abwehrzentrum und übernahm die halblinke Angriffsposition, was sich letztlich als genau das richtige Mittel herauskristallisierte. Wie schon in den Spielen davor kamen wir wacher aus der Kabine. Auch wenn die Reserven bei den meisten Akteuren schon früh in Anspruch genommen wurden, ließen wir nicht nach. So gingen wir In der 38. Minute wieder mit 18:16 in Führung. Leider konnten wir diesen Vorsprung nicht halten und die Gäste glichen nicht nur aus (40. Minute), sondern konnten ihrerseits gleich einen 18:20 Vorteil erarbeiten. In dieser Phase waren wir physisch an unseren Grenzen und es hatte den Anschein, dass uns die Partie nur aus den Händen gleiten würde. Aber die Jungs auf der Matte gaben sich nicht auf. Niklas Blaschke war es nun, der uns mit seinen variablen Würfen aus dem Rückraum im Spiel hielt. Auch wenn wir beim 20:23 (48. Minute), 22:25 (50. Minute) nochmals mit 3 Toren in Rückstand gerieten, machten wir es den Pforzheimern nicht leicht davon zu ziehen. Als der bis dahin gut haltenden Paul Bardon dann die Torhüterposition mit Peter Rothbart tauschte, konnten wir die Wende einleiten. Peter entschärfte 2 100 %ige Torchancen der Gäste, die dann auch noch einen Strafwurf vergaben und setzte sie damit weiter unter Druck, während wir gekonnt unser Spiel nach vorne aufbauten und unsererseits konsequent unsere Chancen nutzten. So schafften wir beim 25:25 nach 54:36 Minuten nicht nur den vielumjubelten Ausgleich, sondern konnten uns durch 2 tolle und schnelle Tore des super aufgelegten Moritz Bauer auf 27:25 (55.54 Minuten) absetzen. Das veranlasste die Gäste zur letzten Auszeit, da ihr Team sichtlich konsterniert war.

Während wir die letzten (aber wirklich die allerletzten!) Reserven anbrachen und die Abwehrreihen schlossen, schafften es die Gäste nicht den Ball in unserem Tor unterzubringen. Als Kristof Für dann auch noch den nächsten Treffer zum 28:25 nach 57:10 Minuten erzielte, tobte die Halle. Aber damit war die Partie noch nicht entschieden, weil die TGS nicht aufgab. nach 58:23 fiel der Anschlusstreffer zum 28:27 und unsere Trainer nahmen nun die letzte Auszeit. Ähnlich wie gegen Nußloch in der Vorwoche wurden die Jungs auf den nächsten Angriff eingeschworen, und genauso war es wieder Niklas Blaschke, der das letzte und entscheidende Tor zum 29:27 (59:19 Minuten) erzielte. Auch wenn der Gegner nochmals auf 29:28 verkürzen konnte und die Schiedsrichter schon das Zeitspiel anzeigten bevor wir die Möglichkeit zum Anspiel hatten, spielten wir den letzten Angriff gekonnt aus. Leider scheiterte Moritz Bauer am Pfosten wodurch es Sekunden vor Ende der Partie nochmals einen Angriff für Pforzheim gab. Aber unser Team ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. So feierte die Mannschaft mit der jubelnden Halle den nächsten hochverdienten Heimsieg und geht nun in die Faschingspause.

Viel gelernt hat an diesem Tag auch das junge Schiedsrichtergespann, das mit dem schnellen und fairen Spiel so seine Probleme hatte. Da die beiden Mannschaften aber erfahren und routiniert mit den Entscheidungen umgegangen sind, waren die Unparteiischen zum Glück kein spielentscheidender Faktor und alle sahen sicher eines der ansehnlichsten Spiele, das in den letzten Jahren in Sulzfeld stattfand.

Am 01.03. um 15:30 Uhr kommt es nun zum nächsten, schweren Heimspiel gegen Handschuhsheim. Auch hier haben wir das Hinspiel deutlich verloren und einiges gut zu machen. Doch mit unseren tollen Fans im Rücken müssen wir uns nicht verstecken und können wir uns sicher wieder auf eine spannende Partie freuen.

Es spielten: Paul Bardon, Peter Rothbart (beide im Tor), Jonas Ulrich (2), Niklas Blaschke (9), Balazs Stadtmüller (7/2), Kristof Für (1), Luis Faulhaber (2), Felix Diefenbacher (2), Simon Barth, Moritz Bauer (6)

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